Bold's Schnapsideen
Geistvolles aus der Rhön.

Schnapsideen

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Produkt des Monats

MAI, MAI ...
gültig von: 01.05.-31.05.2018
Im Wonnemonat Mai gibt es für
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(gültig ab einem Einkaufswert von 50,00€)


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Montag, 21. Mai 2018

 

Aus dem Bedürfnis heraus vor allem für uns selbst gesunde Nahrungsmittel zu erzeugen, haben wir uns vor etwa 10 Jahren entschieden, unsere landwirtschaftlichen Flächen auf biologischen Anbau umzustellen. Wenn auch die Brennerei (noch) nicht zertifiziert ist, so sind doch unsere Rohstoffe weitgehend Bio. Wir bewirtschaften ca. 12 ha Ackerland, wo wechselweise, Roggen, Dinkel, Weizen, Hackfrüchte und Kleegras angebaut werden, einige Streuobstflächen und etwas Wald. Das Getreidebrennen hat in der Rhön eine lange Tradition. Der Landkreis Bad Kissingen weist die größte Brennerdichte in ganz Bayern auf. Einer neueren Erhebung zufolge, gibt es alleine 70 Brennrechte im Gemeindebereich von Wartmannsroth. Es war früher ein gutes Zubrot für die Landwirtschaft, weil man dadurch sein Getreide veredeln konnte und man hatte es obendrein noch schön warm im Winter in der Brennerei. Da wurde natürlich dann auch das eine oder andere Schnäpschen getrunken, so dass manch Einer zu tun hatte, dass er noch genug Schnaps zum Abliefern hatte. Viele profitierten vom Schnapsbrennen. Letztendlich auch das Vieh, an das die s.g. Schlempe, das ist das, was nach dem Brennen noch übrig bleibt, verfüttert wurde. Zu diesem Zweck hielten wir lange Zeit noch eine Anzahl von Schweinen, die nach der Brennzeit einige Tage benötigten, sich wieder auf die alkoholfreie Nahrung umzustellen.

 

Dinkel

Er war schon vor etwa 15000 Jahren als Kulturpflanze im südwestlichen Teil Asiens bekannt. Triticum spelta, der Klassiker des biologischen Landbaus, fühlt sich auch auf kargen Böden wohl, verträgt raueres Klima und ist resistenter gegen Krankheiten. Die Körner wachsen im Spelz, das gibt noch mal einen besonderen Schutz. Aus der Zeit vieler Missernten stammt der Grünkern, was bedeutet, den Dinkel noch grün zu ernten und anschließsend zu darren. Für die Verarbeitung in der Brennerei wird der entspelzte Dinkel geschrotet und anschließend in ca. 80° heißes Wasser eingerührt, um die Stärke zu verflüssigen. Nach einer kurzen Wartezeit kommt das Malz hinzu, um die Getreidestärke in Zucker umzuwandeln. Dann wird der Ansatz auf etwa 28° heruntergekühlt und Hefe hinzugesetzt, um den entstandenen Zucker zu Alkohol zu vergären. Nach 4 Tagen wird die Maische gebrannt. Charakteristisch für den Dinkel sind seine nussige Blume und der weiche runde Geschmack.

Unsere Begleitempfehlung für Rindfleischgerichte und Pasta.

 

Roggen

Das Brotgetreide früherer Zeiten. Mit ihm lässt sich der klassische Sauerteig ansetzen, der lange Zeit Basis des Brotbackens war. Das so genannte nassgelaibte Brot findet man heute nur noch sehr selten. U. a. aber doch bei unseren Schnapsseminaren. Roggen ist ein widerstandsfähiges, unempfindliches Getreide, durch seine großen Wurzeln holt es Nahrung aus den tieferen Erdschichten. Einzig der giftige Getreidepilz Mutterkorn verursachte in früheren Zeiten schwere Massenvergiftungen. Heute stellt dies aufgrund moderner Reinigungsverfahren kein Problem mehr dar. Roggen war die Basis, für den weit über die Region hinaus bekannten „Rhöndiesel“. Ein Brand, der durch Vor- und Nachlaufkomponenten sehr scharf und sehr rau war. In dieser Zeit musste man sich 2x schütteln, wenn man einen Schnaps trank. Zum einen aus Widerwillen vor dem Trinken, und zum anderen, wenn er die Kehle hinab lief. Auch das Trinken von eisgekühlten Schnäpsen stammt vermutlich aus dieser Zeit, da der eiskalte Schnaps bekannterweise (fast) keinen Geschmack hat. Unser feiner „Rhöner Roggenbrand, der zugleich auch unser Ältester ist, hat mit alledem nichts gemein. Charakteristisch für den Roggen sind eine feine Säure und der an Brot erinnernde Getreideton.

Unsere Begleitempfehlung zur kräftigen Brotzeit

 

Kümmel (Spirituose)

Der s.g. „Kümmelkunde“ kauft nicht’s anderes als Kümmel, dies hat sich jedenfalls bei uns schon oft bewahrheitet. Da ist es ähnlich wie beim Brot, entweder mit oder ohne Kümmel, nur ein bisschen geht nicht. Wenn schon, dann richtig kümmelig. Unter die Bezeichnung Spirituose fallen alle die Produkte, die weder Brand (Maischegärung) noch Geist (überspritet mit 96%igem Neutralalkohol) sind. Charakteristisch für Spirituosen sind die Verwendung von Alkohol landwirtschaftlichen Ursprungs und die Zugabe von Früchten und Kräutern, ohne das eine Gärung stattfindet. Der Kümmel wird auf Basis unseres feinen (Bio)-Weizenbrandes, unter Zugabe von Kümmel hergestellt. Dieser wird erst direkt vor dem Brennen in die Brennblase zugegeben. Der Kümmel ist reich an ätherischen Ölen. Er unterstützt die Verdauung von fetten und blähenden Speisen. Kümmel ist zusammen mit Anis und Fenchel Bestandteil von Stilltees. Unsere Kümmelspirituose ist ein Muss für alle Kümmelfans, das charakteristische Kümmel- aroma kommt voll zu Geltung.